Bezirkegruene.at
Navigation:
am 24. November 2021

Brutalität gegen Frauen endlich stoppen

Dagmar Engl - 16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen: Der Kampf gegen Gewalt gegen Frauen ist Aufgabe von uns allen

Gewalt gegen Frauen ist alltäglich - und unerträglich. Jede einzelne Tat ist erschreckend, jeder der vielen Femizide (Frauenmorde) macht uns fassungslos. All diese Brutalität darf uns aber nicht lähmen, sondern muss uns aufrütteln, noch entscheidender dagegen vorzugehen. Gewalt gegen Frauen in all ihren verschiedenen Ausprägungen noch gründlicher, intensiver und gemeinsam zu bekämpfen. Die Opfer zu schützen und vor allem solche Taten gar nicht erst geschehen zu lassen. Dafür stehen die kommenden 16 Tage gegen Gewalt gegen Frauen und der groß angelegte Gewaltschutzgipfel.

Jede Gewalttat ist eine zu viel. Es gilt alle Hebel zu nutzen, um die Gewalt gegen Frauen zu stoppen. Zentral ist dabei, dass Betroffene die bestmögliche Beratung und Begleitung bekommen, sowie die Präventionsarbeit. Das beinhaltet auch das Aufbrechen von Rollenbildern und die Gleichstellung, denn nur so können wir die Gewalt gegen Frauen stoppen. Das heißt auch konsequentes Weiterarbeiten an unserem gesellschaftlichen System, das Frauen in vielen Lebenssituationen sagt, sie seien weniger wert. Die ökonomische Abhängigkeit und systematisch schlechtere Bezahlung von Frauen hat hier genauso Auswirkung wie fehlende Sichtbarkeit auf allen Ebenen.

Die Fakten untermauern die Dramatik: Die Zahl der Morde an Frauen in Österreich ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich angestiegen – von 2014 bis 2018 hat sich die Zahl verdoppelt. 24 Frauenmorde im letzten und 28 Frauenmorde in diesem Jahr sind die erschütternden Zeugnisse einer Brutalität, der Frauen schon viel zu lange ausgesetzt sind, auch in Oberösterreich. Mehr als 2.000 Betretungs- und Annäherungsverbote wurden im Jahr 2020 allein in Oberösterreich ausgesprochen.

Die Bundesregierung ist sich bewusst, dass gehandelt werden muss und hat das seit Jahrzehnten umfassendste Gewaltschutzpaket auf den Weg gebracht. Dass gemeinsam mit Polizei Justiz, Opferschutzeinrichtungen und Wissenschaft die nötige Vernetzung intensiviert wird, die Prävention vorangetrieben wird, ist der richtige und unverzichtbare Weg. Die Gewalt gegen Frauen zu stoppen, geht nur gemeinsam. Alle haben in ihrem Bereich ihren Beitrag zu leisten. Das gilt für die Politik wie auch für die Gesellschaft gesamt und für jede*n Einzelne*n. Gewalt gegen Frauen darf niemals relativiert und verharmlost werden, niemand darf wegsehen oder gar zulassen. Gewalt gegen Frauen zu verhindern ist unser aller Aufgabe.

Wir brauchen Dich! - Jetzt Mitglied werden!